BAK Risk Monitor – was ist wichtig, was wird wichtiger für die Schweiz

Was ist wirklich wichtig und auf welche aktuellen Themen können Sie verzichten. Unser Bild ist oft geprägt von tagesaktuellen Ereignissen und deren Diskussion. Nur selten werden diese Ereignisse in den richtigen Kontext gestellt. BAKBASELConsult analysiert regelmässig die aktuellen Entwicklungen und Trends, reduziert die Komplexität und nimmt eine relative Ordnung und Bewertung der Risiken vor.

Der Risikomonitor verdeutlicht die relative Bedeutung von Risiken. Er stellt sicher, dass wir «alte» bzw. «bekannte» Risiken nicht aus den Augen verlieren und neue Risiken, die beispielsweise durch einen medialen Hype gefördert werden, richtig einordnen.

EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT
niedrig
hoch
FRISTIGKEIT
kurzfristig
langfristig
© BAKBASEL 2017
 Risiko durch die Schweiz
 direkt beeinflussbar
 teilweise beeinflussbar
 kaum beeinflussbar
 Kugelgrösse=wirtschaftlicher Impact auf die Schweiz

Immobilien- krise

Angebotsausweitung der letzten Jahre nicht im Einklang mit mittelfristigem Bedarf. Aktuelle Preise durch Fehlallokationen und Niedrigzinsphase überzeichnet.

Wegfall Bilaterale Verträge

Der Wegfall der Bilateralen führt zu deutlich verminderer Standortattraktivität, Investitions- und Wachstumsschwäche in der Schweiz
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Zerfall der Europäischen Union

BREXIT ist erst der Anfang. Fliehkräfte und nationale Interessen führen zu unüberbrückbare Differenzen und dem Zerfall der EU.

Finanzkrise – 2009 light

Auslöser können die nicht bereinigten Probleme im europäischen Bankensystem, die geldpolitische Wende, Kapitalflucht aus Schwellen-ländern oder Kreditausfälle von Unternehmen sein.

Scheitern Klimaschutz-bemühungen

Internationale Vereinbarungen erweisen sich als unzureichend, Klimawandel nicht aufzuhalten, Migrationsstöme und Extremwettersituationen beeinträchtigen Wirtschaftsentwicklung

Finanzierung Sicherungs-systeme

Geringe Renditen (Nullzinsjahrzehnt) führen zu Finanzierungslücken und höheren Eigenanteilen, Sparquote steigt, Konsum sinkt.

Zerfall der Eurozone

Konstruktionsfehler werden nicht überwunden, die Kosten zur Überbrückung ökonomischer Divergenzen werden untragbar

Ratifizierung TTIP – Schweiz aussen vor

Relative Verschlechterung der Marktzugänge, Schweiz verliert Vorzugsbehandlung gegenüber USA in Europa und sie wird gegenüber Europa in den USA benachteiligt

BREXIT als „Rosenkrieg“ mit der EU

UK Wirtschaft bricht stärker ein als befürchtet und zieht EU mit nach unten, kräftige Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten, Aufwertungsdruck auf den Franken.

Volatilität

Zunehmende Unsicherheit über Richtung struktureller Trends und internationaler Nachfrageströme führen zu deutlicher Investitionszurückhaltung.

Wohlstands- falle

Hohes Wohlstandsniveau führt zu geringer Risikobereitschaft und reduziert das Wachstumspotenzial

Fachkräfte-bedarf

zunehmender Mismatch am Arbeitsmarkt, traditionelle Massnahmen (Zuwanderung, Qualifizierung) greifen nicht mehr im benötigtem Umfang

Mangelnde Technologie-Akzeptanz

Furcht vor technologischem Fortschritt und überzogenes Risikobewusstsein lassen Schweizer Wettbewerbs-fähigkeit ins Hintertreffen geraten. Gefahr insbesondere für Pharmastandort.

anhaltende Frankenstärke

Franken bleibt stark / realwirtschaftliche Auswirkungen stärker als erwartet

Hard Landing China

Korrekturbedarf des stark durch staatliche Lenkung, Fremd-finanzierung und Investitionen getriebenen Wachstums-modells ist grösser als angenommen. starke realwirtschaftliche Verwerfungen.

anhaltende Flüchtlings-migration

Krisenbedingte geopolitische Flüchtlingsmigration aus Schwellenländern destabilisiert europäische Gesellschaften

Geldpolitik

Expansive Gelpolitik hat ein Ausmass erreicht, bei welchem der Schaden der ergriffenen Massnahmen grösser ist als deren Nutzen.

Geopolitische Verwerfungen

Zunehmende globale Konfliktherde in der Türkei, Russland/Ukraine, Syrien, ostchinesisches Meer etc. behindern Welthandel und schüren Unsicherheit.

Zunahme Cyberattacken

Erhebliche Störung der kommunikativen Infrastruktur und Vernetzung. Starke Beeinträchtigung der Produktionsprozesse.

Destabili-sierender Tiefölpreis

Tiefe Preise global nicht mehr stimulierend sondern schädigend. Kreditausfälle und Entlassungen im US-Energiesektor, Nachfrageeinbruch seitens Rohstoff-Exporteure.

Überzogene Terror-reaktionen

Überzogene Reaktionen auf die Terrorbedrohung. Wirtschaftsfeindliche Abschottung als Gegenmassnahme.

Grexit

Massnahmenkatalog greift nicht (fehlende Akzeptanz, falsche Rezepte)

Terror

Kurzfristig hohe Unsicherheit, eingeschränkter Konsum und Tourismus.

USRIII misslingt

Die Unternehmenssteuerreform III wird auch nach neuem Anlauf nicht umgesetzt. Dies führt zu mehr Unsicherheit, stärkerer Isolation und dem Verlust an Standortattraktivität für die Schweiz

Anhaltender
Protektio-nismus

Zunehmende gesellschaftliche Ablehnung von Liberalisierungsaktivitäten und aktive protektionistische Massnahmen auf politischer Ebene.